Geschichte der Cambridge-Dragoner-Kaserne
Die Cambridge-Dragoner-Kaserne an der Hannoverschen Straße ist eine Erinnerung an das letzte hannoversche Reiterregiment in der Stadt Celle und wurde 1841-42 von König Ernst August von Hannover errichtet.
Die Architektur ist massiv und schlicht und trägt als einzigen Schmuck im Giebelfeld die in Stein gehauene Krone und den Namenszug "E.A. 1842", die Initialien von Ernst August, König von Hannover. Anfangs waren auf dem Kasernengelände der Regimentsstab und eine Schwadron untergebracht. Ein Steindruck im Bomann Museum aus dem Erbauungsjahr zeigt das Gebäude in seiner ursprünglichen Frontansicht: das Eingangstor in der Mitte, ein Schilderhaus und ein Rondell. Um das Stabsgebäude herum schliefen die Mannschaften. Diese Gebäude wurden bei einem Brand 1929 vernichtet. Zur Zeit der "Cambridge Dragoner" befand sich in dem Hauptgebäude die Offiziersmesse. Bis nach dem Ersten Weltkrieg war hier dann das Kasino untergebracht. Schließlich nutzte man es als Offizierswohnung und wandelte das Gebäude 1935 zur Mannschaftsunterkunft um.
In preußischer Zeit von 1867 bis 1870 fanden Teile des Westfälischen Kürassier Regiments hier ihre Unterkunft. Nach dem Krieg 1870-71 bis 1919 belegte man die Kaserne mit verschiedenen Artillerieabteilungen. Von 1942 bis 1932 hielt sich hier ein Eskadron einer Fahrabteilung auf, ab 1942 diente sie der Nebeltruppe als Aufstellungs- und Ausbildungsraum sowie zur Unterbringung von Lehrgängen.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Kaserne von englischen und niederländischen Truppen belegt, bis in einen Teil der Räume am 1.April 1966 das Verteidigungskommando einzog. Am 27. Januar 1976 brachte man das Brigadekommando der Panzerbrigade 33 in der Kaserne unter. 1990 bekam sie wieder ihren alten Namen: "Cambridge-Dragoner-Kaserne".
1996 wurde das Areal von der Stadt als Jugend- und Kulturzentrum unter Verwaltung der gemeinnützigen GmbH "CD-Kaserne Celle" in Betrieb genommen (Gesellschafter ist die Stadt Celle). Schnell wurde das Projekt mit seinen 33.000 m² Nutzfläche zum kulturellen Anlaufpunkt für die gesamte Region. Das Aufgabengebiet der CD-Kaserne umfasst dabei gleichermaßen Kultur- und Veranstaltungsprogramm für Gäste aller Altersgruppen, sowie Jugendarbeit mit Angeboten zur sinnvollen Freizeitgestaltung.
Weiter finden sich heute auf dem Gelände zahlreiche Nutzer, die alle einen Bezug zu Jugend- und kultureller Arbeit haben. (Kreismusikschule, Albert-Schweitzer-Familienwerk, Schlosstheater, Kino 8 ½ e.V., Berufsbildende Schulen, Kinderzirkus Knalltüte, Buntes Haus e.V. und viele andere)
