Aktionswochen 2013 - Vom 13.04. bis 26.04.
Die CD-Kaserne gGmbH und der Fachdienst Jugendarbeit Stadt Celle präsentieren in Kooperation mit zahlreichen Celler Akteuren und in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport - Abteilung Verfassungsschutz:
Die Celler Aktionswochen gegen Rechtsextremismus, die zur Aufklärung und Information über jugendgefährdende rechtsextremistische Einflüsse in all seinen Facetten beitragen sollen.
Neben Konzerten, Filmvorführungen, Vorlesungen, Diskussionsrunden, Workshops, einem Gottesdienst und einer Lesung an den unterschiedlichsten Orten in Celle, wird in der Zeit vom 13. April bis 26. April auch die Wanderausstellung „…Demokratie schützen – Verfassungsschutz gegen Extremismus“ des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport - Abteilung Verfassungsschutz in der CD-Kaserne gastieren. Begleitet wird die Führung durch die Wanderausstellung erneut vom Projekt PräGeRex des Fachdienst Jugendarbeit, dessen Mitarbeiter vertiefende Informationen zu verschieden Themen für Ihre Gruppe bereithalten.
Anmeldung (möglich ab dem 04.02.2013) und Informationen:
CD-Kaserne, Stefanie Fritzsche Tel.: 05141-97729-15
E-Mail: s.fritzsche@cd-kaserne.de
oder auf www.cd-kaserne.de
Das Programm 2013
16.04. bis 25.04. „…Demokratie schützen – Verfassungsschutz gegen Extremismus“ des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport, Abteilung Verfassungschutz
Die Wanderausstellung des Verfassungsschutzes gibt einen Überblick der aktuellen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus. Ein kurzer Film führt in das Thema der Ausstellung ein und vermittelt einen Eindruck von den jüngeren Entwicklungen der rechtsextremistischen Szene. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Beispiele rechtsextremistischer Musik. Zwei „Musikboxen“ demonstrieren eine Auswahl von jeweils 12 rechtsextremistischen Musikstücken unterschiedlicher Stilrichtungen. Neben Liedtexten und CD-Illustration werden auf den Bildschirmen Kurzprofile der Bands sowie Angabenüber Indizierung und strafrechtliche Relevanz der Musik dargeboten. Gerade weil die Musik auf emotionale Wirkung zielt und Tabus bricht, ist sie für Jugendliche verführerisch. Auf diese Weise hat die rechtsextremistische Musik und Symbolik einen Wirkungsradius erlangt, der über das von den Verfassungsschutzbehörden registrierte Potential hinausreicht.
Führungen
Die Ausstellung richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit und vor allem an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab der 8. Klasse. Die Führungen werden von den Mitarbeitern/innen des Verfassungsschutzes durchgeführt. Schulklassen und Gruppen müssen sich im Vorfeld anmelden. Die Anmeldung ist ab dem 04. Februar möglich. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass pro Führung (ca. 60-75 Minuten) maximal 30 Personen teilnehmen können. Der Fachdienst Jugendarbeit unterstützt die Ausstellung mit dem Projekt PräGeRex im Anschluss an die Führungen, so dass sie bitte ca. 2 Stunden Aufenthalt für Ihre Gruppe einplanen. Der Eintritt ist frei.
Projekt PräGeRex
Der Fachdienst Jugendarbeit unterstützt die Ausstellung mit dem Projekt PräGeRex während den Schülerführungen mit vertiefenden Informationen zu folgenden Themen: rechtsextremistische Musik, rechtsextremistische Computerspiele, rechtsextremistische Filme und Propaganda, rechtsextremistische Abkürzungen und Zahlencodes, Rechtsextremismus im Internet, Strategien und Absichten der rechten Szene, Frauen in der rechten Szene, die Geschichte der , Beratung von Betroffenen, Aktuelle Bestrebungen der rechtsextremistischen Szene.
Samstag, 13.04.2013 - Gut aufgelegt gegen Rechts - im Café Rios
Ab 20:00 Uhr vertrauen wir ganz eurem Geschmack - Jeder ist herzlich eingeladen mit seinen Lieblingssong für gute Unterhaltung zu sorgen, gebt einfach einen USB-Stick, eine CD oder Schaltplatte beim DJ ab und euer Song wird gespielt. Zudem werden wird uns die 29er Crew mit reichlich, gut aufgelegter Musik versorgen! Wer selbst Lust hat aufzulegen, kann sich gern per E-Mail an s.fritzsche@cd-kaserne.de anmelden.
„Fremd im eigenen Land“ und/oder „Ich bin typisch Deutsch“

- Dr. Blaise Feret Pokos
Der Dozent Dr. Blaise Pokos, Interkultureller Diplom Pädagoge und Abteilungsleiter "Pädagogik" der CD-Kaserne, hält an drei Celler Schulen einen geschlossenen Workshop mit der Fragestellung: Braucht unsere Gesellschaft noch den Begriff „Integration“? Wenn ja, in wieweit und für wen überhaupt? Einige Menschen fühlen sich, aufgrund Ihres ethnologischen, kulturellen und religiösen Andersseins, weiterhin in der deutschen Gesellschaft – mal verdeckt, mal offensichtlich – diskriminiert. Sie beschreiben dieses Gefühl als ein Gefühl des permanenten Fremdseins im eigenen Land. Ist das Leitmotiv „es ist normal verschieden zu sein“ für die deutsche Gesellschaft immer noch zutreffend?
Vortrag an Grundschulen: „Wer hat Angst vor wem und warum…Begegnung mit fremden Menschen“
Die Referentin Dipl. Pol. Leila Özden hält an drei Celler Grundschulen im Rahmen der Aktionswochen einen Vortrag zum Thea "Wer hat Angst vor wem und warum...Begegnung mit fremden Menschen".
Wie wäre es, wenn jeder Mensch seine Hautfarbe wechseln könnte, so wie er täglich seine Kleider wechselt. Mal schwarz, mal weiß, mal lila, mal wie es ihm gefällt. Würde er dadurch ein anderer Mensch werden? Wohl kaum. Aber viele Leute glauben, dass Menschen mit bestimmten Haut- und Haarfarben bestimmte gute oder schlechte Eigenschaften haben. Wo kommt diese Zuordnung der Haut- und Haarfarben her? Und warum denken sich Menschen komische Zusammenhänge aus? Das wollen wir zusammen mit euch herausfinden.
Mittwoch, 17.04.2013 - Lesung & Diskussion mit Olaf Sundermeyer - bei Sternkopf & Hübel Bücher & mehr
„Rechter Terror in Deutschland – Eine Geschichte der Gewalt“ so lautet der Titel von Olaf Sundermeyers aktuellem Buch, in dem er anhand zahlreicher Fallbeispiele aus den letzten Jahrzehnten darstellt, wie wir in Deutschland mit rechtsradikaler Gewalt leben und wie erschreckend einfach sich Neonazis täglich neue Opfer suchen. Der Kenner der rechten Szene wird selbst am Mi., 17.04. ab 19:30 Uhr aus seinem Buch lesen und über seine Beobachtungen berichten, außerdem wird er von seinen regelmäßigen Gesprächen mit Opfern und Tätern rechtsradikaler Gewalt erzählen.
Karten sind für 5,00€ im Vorverkauf erhältlich - hier geht es direkt zum Ticketshop
oder telefonisch unter 05141-97729-0
Die Veranstaltung findet in der Buchhandlung_ Sternkopf & Hübel - Bücher & mehr in der Celler Innenstadt (Neue Str. 11) statt.
Donnerstag, 18.04.2013 - "Unser Kreuz hat keine Haken - Gib Hass keine Chance"
Der etwas andere Gottesdienst erwartet uns an diesem Donnerstag, 18.04.2013 ab 10 Uhr in der in der Stadtkirche Celle, wie immer sind alle herzlich willkommen. „Rechte Gewalt – was geht mich das an?“ Schülerinnen und Schüler gehen dieser Frage nach, begleitet von künstlerischen Einlagen und Musik zweier (Schul-)Bands.
Veranstalter: Evangelische Jugend im Kirchenkreis Celle, Schulpfarramt, Hermann-Billung-Gymnasium Celle, Haupt- und Realschule Hambühren im Rahmen der Aktionswochen gegen Rechtsextremismus.
Freitag, 19.04.2013 - Wenzel Konzert
Im Rahmen der Aktionswochen gegen Rechtsextrismus spielt Wenzel sein "WENZEL:SOLO:LIVE" Konzert in der CD-Kaserne.
Alle weiteren Informationen sowie Tickets erhalten Sie hier...
Lacken gegen Rechts - Samstag, 20.04.2013
Die Graffiti Szene wird sich künstlerisch an den Aktionswochen beteiligen und auf dem Gelände der CD-Kaserne themenbezogen arbeiten. Alle Interesseierten sind herzlich eingeladen die Werke ab dem 20.04.2013 zu bestaunen und eventuell selbst ein Zeichen gegen Rechtextremismus zu setzen. Zudem wird es zwei mobile Graffitikunstwerke des Celler Künstlers Artes geben, die an unterschiedlichen Orten zu sehen sein werden.
"Ein Zeichen gegen Rechts" - Konzert & Party am Sa., 20.04.2013
Im Rahmen der Aktionswochen sind alle Musikerinnen und Musiker aufgerufen mit uns ein Zeichen gegen Rechts zu setzten und gemeinsam einen abwechslungsreichen, musikalischen Abend zu gestalten! Jede Stilrichtung ist willkommen – schreibt uns einfach eine E-Mail oder ruft an, wenn ihr mit eurer Band, Chor oder solo dabei sein wollt! Zudem freuen wir uns sehr darüber, dass die Celler Band „Delivery Van“ an diesem Abend ein einmaliges Revival spielen wird. Für alle, die im Anschluss an das Konzert noch etwas tanzen wollen werden DJ Fancy und StereoPaul die Plattentellern drehen und auch sie freuen sich sicher über weitere Unterstützung aus der DJ Szene! Also setzt ein Zeichen gegen Rechts und seid dabei! (E-Mail an: s.fritzsche@cd-kaserne.de / Tel: 05141-97729-15)
Ab 20 Uhr gehts los in der CD-Kaserne und der Eintritt ist selbstverständlich frei!
Dienstag, 23.04.2013 - Kinderakademie "Collegium Cellense" in der CD-Kaserne
„Ich bin klein, dick und schwarz…darf ich mit euch spielen?“ eine Vorlesung der Kinderakademie "Collegium Cellense" für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren im Rahmen der Aktionswochen gegen Rechtsextremismus. Referent: Dr. Blaise Pokos (Interkultureller Diplom Pädagoge)
Und was nun, wenn jemand zugleich klein, dick und schwarz ist? Meine Güte! Das muss ja schrecklich oder furchtbar sein! Jeder ist eigentlich anders, als all die anderen. Und jeder, der anders ist, wird irgendwie von den anderen ausgelacht oder diskriminiert. Warum lachen wir uns aus und diskriminieren uns gegenseitig? Auf witzige und informative Art werden die kleinen Studenten/innen zum Nachdenken und diskutieren über den Rassismus und die Diskriminierung angeregt.
Alle Informationen rund um die Vorlesungen der Kinderakademie finden Sie hier...
Mittwoch, 24.04.2013 - Rechtsextremismus und neue Medien in der CD-Kaserne
Vortrag und Diskussion für Schulklassen ab Klasse 9 - bitte anmelden und ca. 2 Stunden Zeit einplanen
Durch das Internet eröffneten sich auch Rechtsextremisten neue und einfach zu handhabende Möglichkeiten der Selbstdarstellung, Propaganda und Vernetzung. Wurden zunächst unkommentierte Filme von Aufmärschen und Demonstrationen ins Netz gestellt, handelt es sich heute um mediale Eigenproduktionen die auf eigenen Kanälen oder auf bekannten Videoportalen wie YouTube oder Vimeo online gestellt werden. Dabei handelt es sich nicht nur um filmisches Material, sondern auch um eindeutige Musik- und Computerspiel-Produktionen. Der offene und leichte Zugang zu diesen Webseiten ermöglicht es sowohl Einzelpersonen als auch rechtsextremistischen Gruppierung mit großer Breitenwirkung für ihre Ziele und Mittel zu werben und neue Mitglieder, Interessenten und Anhänger – besonders unter Jugendlichen – zu gewinnen, die ohne das Netz nur schwer erreichbar wären. Der Vortrag gewährt einen Einblick in die mediale Vorgehensweise der rechten Szene und soll diesen – gemeinsam mit den Schulklassen- kritisch reflektieren.
Mittwoch, 24.04.2013 - Blut muss fließen - Filmvorführung mit anschließender Diskussion
Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Skinheads toben und die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Als Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi - Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender hineinwagt. Sechs Jahre später hat er rund vierzig Undercover-Drehs hinter sich, auch in Ländern jenseits deutscher Grenzen. Ein Lied begegnet ihm auf seiner „Konzerttournee“ immer wieder: „Blut muss fließen knüppelhageldick, wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik…“. Thomas Kuban versucht so Antworten zu finden auf die Fragen: Warum kann auf der rechtsextremen Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden und wie lässt sich das verhindern?
Beginn 19 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
Weitere Informationen, Rückfragen und Anmeldung: CD-Kaserne gGmbH, Stefanie Fritzsche Tel.: 05141-97729-15 E-Mail: s.fritzsche@cd-kaserne.de
Do., 25.04.2013 "Die Kriegerin" - Filmvorführung mit anschließender Diskussionsrunde in den Kammerlichtspielen Celle
Jung, weiblich, rechtsradikal. Die 20-jährige Marisa ist Teil einer rechtsradikalen Jugendclique in einer ostdeutschen Kleinstadt. Körperliche Gewalt spielt eine zentrale Rolle im Alltag der Clique, der auch ihr Freund Sandro angehört. Im Film wird gezeigt, wie Marisa allmählich den Ausstieg aus der Szene findet, parallel dazu aber die 15 Jährige Svenja verstärkt. Marisa, die ihr von Hass und Gewalt dominiertes Umfeld und ihre patriarchal geprägte Beziehung zu ihrem Freund immer mehr in Frage stellt, bleibt schließlich nur die Wahl eines plötzlichen und radikalen Bruchs mit ihrem ehemaligen Leben. Der Film wurde 2012 mit dem Deutschen Filmpreis in drei Kategorien ausgezeichnet: bester Spielfilm in Bronze, bestes Drehbuch und beste darstellerische Leistung – weibliche Hauptrolle. Im Anschluss an den Film findet eine Gesprächsrunde mit dem Regisseur des Films David Wnendt und Sezen Tatlici-ince von Typisch deutsch e.V. statt.
Besuch des Films nur nach Anmeldung möglich, bitte planen sie 2,5 Stunden für den Film und die anschließende Diskussion ein.
Rückblick Aktionswochen gegen Rechtsextremismus
Vom 08.03.2011 bis 17.03.2011 war die Wanderausstellung "Verfassungsschutz gegen Extremismus" zu Gast in der CD-Kaserne und wurde erneut sehr erfogreich durch ein Rahmenprogramm zum Thema Rechtsextremismus begleitet.
Impressionen 2011 - Aktionswochen gegen Rechtsextremismus
Das Kernstück: Wanderausstellung "Verfassungsschutz gegen Extremismus"
Die Wanderausstellung des Verfassungsschutzes gibt einen Überblick der aktuellen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus. Ein kurzer Film führt in das Thema der Ausstellung ein und vermittelt einen Eindruck von den jüngeren Entwicklungen der rechtsextremistischen Szene. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Beispiele rechtsextremistischer Musik. Zwei "Musikboxen" demonstrieren eine Auswahl von jeweils 12 rechtsextremistischen Musikstücken unterschiedlicher Stilrichtungen. Neben Liedtexten und CD-Illustration werden auf den Bildschirmen Kurzprofile der Bands sowie Angaben über Indizierung und strafrechtliche Relevanz der Musik dargeboten. Gerade weil die Musik auf emotionale Wirkung zielt und Tabus bricht, ist sie für Jugendliche verführerisch. Auf diese Weise hat die rechtsextremistische Musik und Symbolik einen Wirkungsradius erlangt, der über das von den Verfassungsschutzbehörden registrierte Potential hinausreicht. 2010 wurde die Ausstellung um Schautafeln zum Thema Linksextremismus erweitert. Sie zeigen die Gewaltbereitschaft von Autonomen und die Versuche von linksextremistischen Parteien, "das System" durch Bündnisse mit Nicht-Extremisten zu überwinden.
Die Ausstellung richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit und vor allem an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab der 8. Klasse. Die Führungen werden von den Mitarbeitern/innen des Verfassungsschutzes durchgeführt. Schulklassen und Gruppen müssen sich im Vorfeld anmelden. Die Anmeldung ist ab Ende Januar möglich.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass pro Führung (ca. 90 Minuten) maximal 30 Personen teilnehmen können.
Der Fachdienst Jugendarbeit unterstützt die Ausstellung mit dem Projekt PräGeRex im Anschluss an die Führungen mit vertiefenden Informationen.
Der Eintritt ist frei.
Zusätzliche Fachkompetenz durch Mitarbeiter des Fachdienstes Jugendarbeit
Der Fachdienst Jugendarbeit unterstützte die Ausstellung mit dem Projekt PräGeRex nach den Schülerführungen im Foyer der CD-Kaserne mit vertiefenden Informationen zu folgenden Themen: rechtsextremistische Musik, rechtsextremistische Computerspiele, rechtsextremistische Filme und Propaganda, rechtsextremistische Abkürzungen und Zahlencodes, Rechtsextremismus im Internet, Strategien und Absichten der rechten Szene, Frauen in der rechten Szene, die Geschichte der Skinheads, Beratung von Betroffenen, Aktuelle Bestrebungen der rechtsextremistischen Szene.
Das Programm der Aktionswochen 2011
Workshop: „Schwarzsein im ‚Deutschsein‘?

- Der Dozent Blaise Pokos
Was Sie schon immer über Rassismuserfahrungen wissen wollten.
Dienstag, 08.03.2011 | Freitag, 11.03.2011 | Montag, 14.03.2011 findet der geschlossener Workshop an drei Celler Gymnasien statt.
Der Dozent: Blaise Pokos, Interkultureller Diplom Pädagoge, Leiter der pädagogischen Abteilung CD-Kaserne, hält an drei Celler Gymnasien einen geschlossenen Workshop mit der Fragestellung: Ist das Schwarzsein überhaupt in das Konzept des ‚Deutschseins‘ integrierbar oder assimilierbar? Sind ‚Schwarz‘ und ‚deutsch‘ kompatible Konzepte? Hat die schwarze Hautfarbe in der alltäglichen Semantik des Konzeptes ‚Deutschsein‘ einen Platz? Welche historischen und wissenschaftlichen Widersprüche sind in diesem Rahmen erwähnenswert? Inwieweit wird das Schwarzsein in bundesdeutschen Geschichtsschulbüchern thematisiert?
Eine Anmeldung für diesen Workshop ist nicht möglich.
„Der Aussteiger – Gesprächsmöglichkeiten“ für Schüler ab der 10. Klasse
Mittwoch, 09.03.2011 & Mittwoch, 16.03.2011 | Beginn: 13 Uhr | Dauer ca. 90 Minuten
Michael kommt gebürtig aus Magdeburg und sitzt bereits seit über einem Jahrzehnt in der JVA ein. Dort ist er auch aus gutem Grund, denn schon früh wurde er durch seinen Großvater in die rechte Szene eingeführt und schloss sich dieser immer mehr an. Nach der Wende wurde er dann sogar von den Rechtsextremisten für die Rekrutierung von Jugendlichen bezahlt und bestritt damit seinen Unterhalt. Über das Erlebte in dieser Zeit, bis zu seinem jetzigen Leben erzählt Michael sehr offen, ihm gelingt es schnell, Jugendlichen die Angst vor Fragen zu nehmen. Daher werden alle Teilnehmer gebeten, sich aktiv an dem Gespräch mit Michael zu beteiligen und sich bereits im Vorfeld auf das Gespräch vorzubereiten.
Eine Anmeldung für diese Veranstaltungen ist erforderlich! Beide Veranstaltungen sind ausgebucht, eine Anmeldung ist daher nicht mehr möglich.
Klaus Farin – Der etwas andere Vortrag über die Jugend und andere Krankheiten
Donnerstag, 10.03.2011 | Einlass: 17:30 Uhr | Beginn: 18:00 Uhr | Eintritt frei
Sie hören Gangsta-Rap oder die Böhsen Onkelz, bilden sich mit Killerspielen zu Amokläufern aus, saufen, rauchen, kiffen, sind konsumtrottelig und unengagiert, politisch völlig desinteressiert oder falsch – rechtsextrem – orientiert: Das Bild der Jugend in der öffentlichen Wahrnehmung war noch nie so negativ wie heute, oder doch? Als Leiter des „Archiv der Jugendkulturen“ in Berlin und Autor von 24 Büchern zum Thema ist er der „Berufsjugendliche Nr.1“ in Deutschland, Klaus Farin. Kein anderer hat sich so intensiv mit dem Thema Jugendkultur auseinandergesetzt wie er und so bietet er einen Vortrag mit Diskussion über Mythen, Wahrheiten und der Frage warum und wie Jugendkulturen entstehen.
„Tag der offenen Tür“ von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Sonntag, 13.03.2011
An diesem Tag ist die Wanderausstellung „Verfassungsschutz gegen Extremismus“ für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich. An diesem Tag sind keine Führungen möglich, aber die Mitarbeiter des Fachdienst Jugendarbeit stehen bei Fragen zur Verfügung und zeigen das Informationsmaterial des Projekts „PräGeRex“.
Das Theaterstück "Feinberührung 2.0"
Dienstag, 15.03.2011 | 11 Uhr und 14 Uhr (Einlass je 30 Minuten vorher)
Ein emotionales Theater-Lehrstück über die Faszination von realer und virtueller Gewalt und den riskanten Weg zum alltäglichen Frieden.
Das Theaterstück ist eine Produktion des Arbeitsfeldes Friedensarbeit im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und des Theaters in der List von Willi Schlüter und Tim von Kietzell. Die Geschichte dreht sich um die Begegnung zwischen dem bosnischen Hausmeister, Herr Baris und dem, zu Strafstunden verdonnerten Schüler Ben, der in der Schule mit einer Waffe erwischt wurde. Anfänglich sind beide sehr wortkarg und abwartend. Ben ist genervt, aggressiv und voller Vorurteile gegen den Ausländer Herrn Baris, der langsam herausfindet, weshalb Ben eine Waffe bei sich trug…
Das Stück ist geeignet für Schulklassen aller Schulformen ab der 8. Klasse. Anmeldung ist erforderlich! Das Ensemble freut sich sehr über eine angeregte Gesprächsrunde mit den Schülern im Anschluss an die Vorführung.
Filmvorführung mit anschließender Gesprächsrunde zum Thema „Diskriminierung im Sport“
Donnerstag, 17.03.2011 | Einlass: 17:30 Uhr | Beginn: 18:00 Uhr | Eintritt frei
„Football is Freedom“ ist eine Dokumentation über Diskriminierung im deutschen Fußball und seiner Fanlandschaft. Produziert wurde der Film vom Fanprojekt des SV Darmstadt 98 und der Aktionsgemeinschaft bewegungsorientierte Sozialarbeit e.V.. In Zusammenarbeit mit Jugendlichen der „Ultras Darmstadt“, aus der Fanszene des SV Darmstadt 98, wurde die knapp einstündige Dokumentation zwei Jahre lang recherchiert und gedreht. Der Fokus des Films liegt auf den Thematiken Rassismus, Sexismus und Homophobie.
Anschließend findet eine Gesprächsrunde zum Thema "Diskriminierung im Sport" statt mit folgenden Gesprächspartnern:
Michael Kirschner (Fanprojekt Darmstadt)
ein Vertreter der Ultras Darmstadt
vom DFB kommt Klaus Kappes Abt. Prävention&Sicherheit
für Hannover 96 kommt Markus Miller (Torwart)
für VFL Wolfsburg Tobias Grunwald vom Fanprojekt Wolfsburg
für FC St. Pauli kommt Stefan Schatz (Fanbeauftragter St.Pauli, Fanladen St. Pauli)
und für das Projekt „Aktionswochen gegen Rechtsextremismus“ Marcus Laube (vom Fachdienst Jugendarbeit Stadt Celle)
Die Moderation übernimmt Ronny Blaschke (Journalist, Autor)
Rückblick
Aktionswochen gegen Rechtsextremismus 2009
CD-Kaserne gGmbH präsentierte in Kooperation mit dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres, Sport und Integration, Abt. Verfassungsschutz in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Jugendarbeit der Stadt Celle, mit Unterstützung durch die Berufsbildende Schule I und das Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus
Celler Aktionswochen gegen Rechtsextremismus
Vom 10.-19. März 2009
Kernstück der Wochen war die Wanderausstellung des Niedersächsischen Ministerium für Inneres, Sport und Integration, Abt. Verfassungsschutz zum Thema Rechtsextremismus. Umrahmt wurde die Ausstellung von einem Rahmenprogramm, das sich von Kulturveranstaltungen über Vorträge bis hin zu einer Kinderuniversität erstreckte. Ausstellung und Rahmenprogramm fanden in den Veranstaltungshallen der CD-Kaserne statt und ergänzten sich gegenseitig zu einer nachhaltigen Aktion gegen Rechtsextremismus.
Auf Grund diese Erfolgs wird es weiter Aktionswochen 2011 geben.
Die Wanderausstellung
„Verfassungsschutz gegen Rechtsextremismus … Demokratie schützen“
Zur Ausstellung:
Seit einiger Zeit beobachten die Verfassungsschutzbehörden, dass sich der Rechtsextremismus in seinem Erscheinungsbild grundlegend verjüngt. Dominierten bis Mitte der achtziger Jahre noch rückwärtsgewandte und kriegsfixierte ältere Rechtsextremisten, so hat sich seitdem eine inzwischen verfestigte rechtsextremistische Jugendszene herausgebildet, die über eine eigene Symbolik, einen eigenen Verständigungscode und über ein breit gefächertes mediales Angebot verfügt. Die Wanderausstellung des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Integration, Abt. Verfassungsschutz gibt einen Überblick über die aktuellen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus. Ein kurzer Film führt in das Thema der Ausstellung ein und vermittelt einen Eindruck von den jüngeren Entwicklungen der rechtsextremistischen Szene. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Beispiele rechts-extremistischer Musik. Zwei "Musikboxen" demonstrieren eine Auswahl von jeweils zwölf rechtsextremistischen Musikstücken unterschiedlicher Stilrichtungen. Neben Liedtexten und CD-Illustration werden auf den Bildschirmen Kurzprofile der Bands sowie Angaben über Indizierung und strafrechtliche Relevanz der Musik dargeboten. Gerade weil die Musik auf emotionale Wirkung zielt und Tabus bricht, ist sie für Jugendliche verführerisch. Auf diese Weise hat die rechtsextremistische Musik und Symbolik einen Wirkungsradius erlangt, der über das von den Verfassungsschutzbehörden registriertes Potenzial hinausreicht.
In einer weiteren Media-Box erhält der Ausstellungsbesucher einen Einblick in die nur schwer kontrollierbare Nutzung des Internets durch Rechtsextremisten. (www.verfassungsschutz.niedersachsen.de)
Führungen:
Die Ausstellung richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit und vor allem an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab der 8. Klasse.
Für Schulklassen und Gruppen wird empfohlen, an einer Führung teilzunehmen, die von Mitarbeitern/innen des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Integration, Abt. Verfassungsschutz durchgeführt werden.
Zusätzliche Fachkompetenz durch Mitarbeiter des Fachdienstes Jugendarbeit
Der Fachdienst Jugendarbeit unterstützte die Ausstellung mit dem Projekt PräGeRex während den Schülerführungen im Foyer der CD-Kaserne mit vertiefenden Informationen zu folgenden Themen: rechtsextremistische Musik, rechtsextremistische Computerspiele, rechtsextremistische Filme und Propaganda, rechtsextremistische Abkürzungen und Zahlencodes, Rechtsextremismus im Internet, Strategien und Absichten der rechten Szene, Frauen in der rechten Szene, die Geschichte der Skinheads, Beratung von Betroffenen, Aktuelle Bestrebungen der rechtsextremistischen Szene
Das Rahmenprogramm
So gestaltet sich das Rahmenprogramm 2009
Donnerstag, 12.03.2009 | Anmeldung erforderlich
Kunstprojekt „Rassismus in der Kiste“ maximale Teilnehmerzahl 20 Personen
Das Kunstprojekt richtet sich an interessierte SchülerInnen, die gemeinsam mit verschiedenen Materialien Installationen zum Thema Rassismus in vorgefertigten Holzkisten kreieren. Die verschiedenen Objekte können durch stapeln zu einer großen Installation zusammengefügt und ausgestellt werden.
Samstag, 14.03.2009 €| Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:00 Uhr
Serdar Somuncu „Hass Prediger“ | VVK: 10,90€ erm.: 7,90€ | AK: 13€ erm.: 10€
Kaum ein anderer Kabarettist polarisiert so stark wie er. Mit seinen bekannten Lesungen aus „Mein Kampf“ von Adolf Hitler provozierte er so stark, dass er auch schon mit kugelsicherer Weste und Polizeischutz auftreten musste.
Mit seinem neuen Programm „Hassprediger – Ein demagogischer Blindtest“ hinterfragt er nun Ausschnitte aus berühmten Reden der Weltgeschichte von Osama Bin Laden bis Roland Koch und stellt sie einander gegenüber. So weit, so gut, könnte man denken. Wenn man die Namen derjenigen wüsste, deren Reden da gerade verlesen werden. Denn die wird Serdar Somuncu nicht nennen. Ein Blindtest eben. Vor allem ein Einblick in die Austauschbarkeit politischer Flosken jenseits von Zeit und Parteizugehörigkeit.
Nach dem Studium der Musik, Schauspielkunst und Regie in Maastricht und Wuppertal inszenierte Somuncu seit 1985 mehr als 100 Theaterstücke und trat auch als Schauspieler auf, unter anderem an den Schauspielhäusern in Bochum, Bremen und Oberhausen. Außerdem spielte Somuncu immer wieder kleine Rollen für Fernsehserien, wie z. B. in Schwarz greift ein mit Klaus Wennemann, der Lindenstraße und zuletzt in Dr. Psycho mit Christian Ulmen. Als Sprecher vertonte er mehrere Hörspiele u. a. für den WDR.
Bekannt wurde er nach 1996 mit einer szenischen Lesung von ausgewählten Textstellen aus dem Buch Mein Kampf von Adolf Hitler. Seine jahrelange Tournee unter dem Titel Nachlass eines Massenmörders wurde zu einem großen Publikumserfolg (über 1.500 Auftritte vor mehr als 250.000 Menschen). Im Jahre 2000 startete Somuncu eine weitere Lesung und präsentierte hierbei Ausschnitte aus der Sportpalastrede des Reichspropagandaministers Joseph Goebbels vom 18. Februar 1943. Dabei trat er unter anderem auch vor ehemaligen Häftlingen der Konzentrationslager in Buchenwald und Sachsenhausen auf.
Sonntag, 15.03.2009
„Tag der offenen Tür“ von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
An diesem Tag kann die Ausstellung ohne Führung besichtigt werden. Die Mitarbeiter des Fachdienst Jugendarbeit informieren alle interessierten Besucher über rechtsextremistische Musik, Computerspiele, Filme und Propaganda, Abkürzungen und Zahlencodes sowie Rechtsextremismus im Internet, Strategien und Absichten der rechten Szene, Frauen in der rechten Szene, die Geschichte der Skinheads, Beratung von Betroffenen und aktuelle Bestrebungen der rechtsextremistischen Szene
Dienstag, 17.03.2009 | Beginn:19:00 Uhr | Dauer ca. 2 Stunden „Wissenschaftlicher Vortrag“ | keine Anmeldung erforderlich
Kann es sein, dass ich rassistisch denke und handle ohne es zu wollen und vielleicht sogar ohne es zu merken? Ist überhaupt mein alltägliches Leben von rassistischen Sprüchen, Parolen, Witzen oder Fragen geprägt? Sind nicht meine selbstverständlichen Vorstellungen und Verhaltenspraxen als „weiß“, „westlich“ und „christlich“ an sich schon eine Quelle des Rassismus im Alltag? Ich, Rassist? Wer eine anregende und angemessene Antwort auf diese Fragen erhalten möchte, ist herzlich eingeladen in dem Vortrag von Prof. Dr. Rudolf Leiprecht von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit dem Thema „Umgang mit Rassismus im Alltag“.
Donnerstag, 19.03.2009 | Anmeldung erforderlich |
„Die Kinder Uni „ | Beginn: 10:00 Uhr | geeignet für Grundschulkinder
Im Rahmen einer Kinderuniversität wird sich dem Thema Fremdenfeindlichkeit auf kindgerechter „wissenschaftlicher“ Weise genähert.
„Stellt euch vor, jeder Mensch könnte seine Haut wechseln, wie er täglich seine Kleider wechselt. Mal schwarz, mal weiß, mal lila, mal grün – wie es ihm gefällt. Würde er dadurch ein anderer Mensch werden? Wohl kaum. Aber viele Leute glauben, dass Menschen mit bestimmten Haut- und Haarfarben bestimmte gute oder schlechte Eigenschaften haben. Die guten Engel werden meistens blond und in weißen Kleidern dargestellt. Böse Hexen dagegen haben auf Bildern oft rote Haare und schwarze Kleider. Wo kommt diese Zuordnung der Haut- und Haarfarben her? Und warum denken sich Menschen solche komischen Zusammenhänge überhaupt aus? Das genau werden Dr. Dursun Tan von der Stadt Hannover (Fachbereich Jugend und Familie/Fachberatung für Kindertageseinrichtungen Stadt Hannover) und Interkultureller Dip.-Päd. Blaise Pokos von der CD-Kaserne gemeinsam mit den Kindern in der Vorlesung versuchen, herauszufinden“.
Donnerstag, 19.03.2009 | Eintritt frei| Einlass: 17:30 Uhr | Beginn: 18:00 Uhr
Filmvorführung: „roots germania““
anschließende Gesprächsrunde mit Mo Asumang (Buch/Regie) persönlich und afrikanisches Buffet
In einem Lied der mittlerweile aufgelösten rechtsextremistische Band White Aryan Rebells (W.A.R.) wurde zum Mord an Frau Asumang und anderen Prominenten (Friedmann, Süssmuth…) aufgerufen. Zunächst geschockt stellt sich Fr. Asumang ihren Ängsten und versucht den Sänger der Band zu einem Gespräch zu bewegen, was dieser ablehnt. Nun recherchiert sie weiter in der Szene zum Germanenbild und sucht ihre eigenen Wurzeln.
Auf ihrer Recherchereise versucht Mo Asumang die Ursachen solchen Hasses und die Ausgrenzung von Migranten zu ergründen. Den bösartig gemeinten Rat der Neonazis nimmt Mo Asumang dabei ernst: „Geh dahin, wo du hergekommen bist!". Ist das ihr Geburtsort Kassel? Oder Ghana, woher ihr Vater stammt? Aber dort gilt sie als Weiße. Doch ein Aufenthalt dort öffnet ihr die Augen für einen ganz neuen Weg, den Rassismus und Germanenkult deutscher Neonazis zu hinterfragen. So wird Mo`s Identitätssuche ganz nebenbei auch eine spirituelle Reise zu afrikanisch und germanischen Ahnen und Kultplätzen. Doch nicht nur das. Mo mischt sich auf einer NPD-Demo unter 3000 Neonazis, bringt Nazikader aus der Fassung, durchforstet braune Websites im Internet, und steigt in die „Himmler Gruft" der Wewelsburg hinab. Eine intensive, aber immer wieder auch ironisch-humorvolle Reise, die nicht nur dazu führt, ein persönliches Trauma abzulegen, das durch Vorurteile, Hass und Furcht zustande kam. Mo wächst den Neonazis dabei über den Kopf.
Aktionswoche gegen Rechtsextremismus 2006
Verfassungsschutz gegen Rechtsextremismus...Demokratie schützen!

- Volker Homuth - Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz in der
Celle, 16.06.2006: Am Dienstag, den 6. Juni 2006, fand in der CD-Kaserne die Eröffnungsveranstaltung zur Wanderausstellung "Verfassungsschutz gegen Rechtsextremismus...Demokratie schützen!" statt.
Die Ausstellung wurde in der Zeit vom 07. bis 16. Juni 2006 täglich von 9-18 Uhr geöffnet und von über 1.200 Schülern der Real- und Hauptschulen, sowie Gymnasien aus Stadt und Landkreis Celle besucht. Die Schulklassen wurden von Mitarbeitern des Niedersächsischen Verfassungsschutzes durch die Ausstellung geführt und über das aktuelle Erscheinungsbild des Rechtsextremismus aufgeklärt. Die Führungen waren bereits zwei Wochen nach Bekanntgabe ausgebucht. Neben den Schulen nahmen auch Bundeswehrgruppen an den Führungen teil. Auch andere Interessierte hatten täglich die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen. So sahen während der zwei Wochen ca. 2.000 Menschen die Ausstellung. Zwei Mitarbeiter des Fachdienstes Jugendarbeit der Stadt Celle waren ebenfalls während der gesamten Ausstellungsdauer vor Ort und boten zusätzliche Informationen zu Thema Rechtsextremismus an. Ulrich Siegmann und Marcus Laube gelten in Celle als Experten für Prävention gegen Rechtsextremismus und haben in der Stadt bereits verschiedene Projekte zu diesem Thema geleitet.
Bei der Eröffnungsveranstaltung begrüßten Frau Hogenkamp (Aufsichtsratvorsitzende der CD-Kaserne gGmbH) als auch Herr Gonell (1. Stadtrat von Celle) die geladenen Gäste im Foyer der CD-Kaserne. Mit dem Wort des Präsidenten des Niedersächsischen Verfassungsschutzes, Herr Homuth, wurde die Ausstellung eröffnet. Auch Herr Thomsen (Geschäftsführer der CD-Kaserne gGmbH), der dem Verfassungsschutz als Berater bei der Entwicklung des musikbezogenen Teils der Ausstellung zur Seite stand, stellte in seiner Rede noch einmal die Notwendigkeit der Präventionsarbeit dar: "Die Musik, die Inhalte und die Botschaften der rechtsextremen Szene sind überall verfügbar, weshalb es umso wichtiger ist, hier Prävention zu leisten" so Thomsen. "Diese wird durch die Ausstellung ermöglicht. Die Prävention muss jedoch auf einer sachlich fundierten und didaktisch qualifizierten Ebene stattfinden, dafür hat der Verfassungsschutz mit der Ausstellung gesorgt."
(kt)















